EcoDM beim govcamp vienna

Veröffentlicht von Christine Burkart am

EcoDM beim govcamp vienna

Gestaltung einer Session und Teilnahme

Ein Beitrag von Maria Chlastak

Letzten Freitag fand das 12. govcamp vienna online statt. Unsere Projektreferentin für den Bereich Wissenschaft, Maria Chlastak, und unser Projektreferent für den Bereich Qualifizierung, Claus Spiecker, haben für EcoDM daran teilgenommen.

Das govcamp vienna ist eine "Unkonferenz", ohne feste Tagesordnung aber mit viel Platz zum Diskutieren.

Nach der Eröffnung von Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort der Republik Österreich, richteten die Veranstalter (Stadt Wien, Bundesrechenzentrum, Chaos Computer Club Wien, Donau-Universität Krems) einige einleitende Worte an die Konferenzteilnehmer*innen:

Die Pandemie hat die Digitalisierung enorm verstärkt. Unter dem Motto “Niemand bleibt zurück. Oder?” stellte man sich der Frage, ob die Digitalisierung wirklich inklusiv genug gestaltet ist und wie man sie dahingehend verbessern kann.

Alle Teilnehmer*innen hatten die Möglichkeit Sessionvorschläge zu machen, über die gemeinsam abgestimmt wurden. In vier Räumen wurden dann jeweils drei unterschiedliche Diskussionen gestaltet. Es wurden also insgesamt 12 Sessions abgehalten.

Wir konnten unser Projekt gleich im ersten Timeslot vorstellen und über die folgenden Fragen diskutieren: 

  1. Sollen alle öffentlich finanzierten Daten, unter Berücksichtigung ethischer und rechtlicher Aspekte, frei zugänglich sein?
  2. Soll Open Data eine wichtige Rolle bei der Stellenvergabe für akademisches Personal spielen?
  3. Führt die Offenlegung von Daten zu Innovationen?

Bei der ersten und dritten Frage konnte schnell Einigkeit unter den Teilnehmer*innen erzielt werden. Öffentlich finanzierte Daten sollen, unter den genannten Berücksichtigungen, frei und kostenlos zugänglich sein. Dafür gäbe es inzwischen genug rechtliche Grundlagen. Die Bereitstellung von Daten nicht extra in Rechnung zu stellen, sei in der Praxis günstiger, da dies mit geringerem Aufwand verbunden ist. Innovationsförderungen wurden hier als Grenzfall genannt, weil die geförderten Unternehmen ihre Daten aus Wettbewerbsgründen nicht offenlegen wollen. Man war sich ebenfalls einig, dass die Offenlegung von Daten zu Innovationen führt. An dieser Stelle konnten wir uns über Kommunikationsstrukturen austauschen, die Innovationen fördern. Es reicht dabei nicht aus, Daten einfach nur bereitzustellen, es braucht außerdem Kommunikation über eben diese Daten. Dafür gibt es in Österreich regelmäßige Meet-Ups und Kooperationen zwischen der Verwaltung und Datennutzer*innen. Nähere Informationen zur Cooperation OGD Österreich hier

Die zweite Frage, ob Open Data bei der Stellenvergabe für akademisches Personal eine wichtige Rolle spielen soll, wurde einstimmig mit “Ja” beantwortet. Hier gab es jedoch auch Enthaltungen, weil der Begriff akademisches Personal als zu vage empfunden wurde. Allgemein wurde infrage gestellt, ob man Erfahrungen mit Open Data nicht eher als Wunschkriterium für sämtliche Mitarbeitende sehen soll. Auch Nicht-Akademiker*innen können Daten offen bereitstellen. Doch gäbe es aktuell noch zu wenige Bewerber*innen mit Erfahrung im Bereich Open Data, um diese Qualifikation zu einem verpflichtenden Einstellungskriterium zu machen.

Mit acht Diskussionsteilnehmer*innen war die Session durchschnittlich gut besucht.

In den folgenden Sessions konnten wir uns an den lebhaften Diskussionen beteiligen: 

  • Wie kann die Qualität offener Daten verbessert werden?
  • Knackpunkt: Plattformregulierung – Wie sollte eine digitale Öffentlichkeit in einer Demokratie funktionieren?
  • Spannungsfeld in Organisationen: Bewusstsein – Wissen – Anwendung
  • Medien- und Technikkompetenz für Kinder

Vielen Dank für den spannenden Austausch!

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